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Alfred Willi Rudi Dutschke war der vierte Sohn, als er am 7. März 1940 in Schönefeld/Mark
Brandenburg geboren wurde. Achtzehn Jahre später verweigerte man ihm die Erlaubnis zum Studium
in der DDR, da seine politische Einstellung nicht in die Ansichten des Regimes passten. Nach seiner
Ausbildung zum Industriekaufmann pendelte er 1960 nach West-Berlin, um sein Abitur zu wiederholen,
damit er später in der Bundesrepublik studieren kann. Ein Jahr später siedelt er nach
West-Berlin über und beginnt mit dem Studium der Soziologie an der FU Berlin.
Seine politische Laufbahn begann 1962 mit der Gründung der 'Subversiven Aktion', die sich 1964
dem 'Sozialistischen Deutsche Staatenbund' (SDS) anschließt. Im Februar 1965 wird Dutschke
in den politischen Beirat der SDS gewählt und nimmt ab 1966 an diversen Demonstrationen teil,
u.a. gegen die Notstandsgesetze, den Vietnamkrieg und gegen die Bildung der 'Großen Koalition',
welche damals aus der CDU/CSU und der SPD bestand. Im Rahmen der Studentenbewegung organisierte
Dutschke auch zahlreiche Demonstrationen nach dem Motto "ohne Provokation werden wir überhaupt
nicht wahrgenommen" und rief zur Bildung einer außerparlamentarischen Opposition auf.
Noch im gleichen Jahr heiratet er Gretchen Klotz. Aus dieser Ehe gehen zwei Kinder hervor: Hosea
Ché (geb. 1968) und Polly Nicole (geb. 1969).
2. Juni 1967: Der Student Benno Ohnesorg wird bei einer Demonstration gegen den Besuch des Schah
von Iran erschossen und fortan entwickelte sich Dutschke immer mehr zum Anführer des
'antiautoritären Lagers' der SDS und wird zudem Mitorganisator der 'Springer-Kampagne',
welche die Enteignung Axel Springers fordern. Dutsche war ein guter Theoretiker und hielt
sich von terroristischen Mitteln fern.
Am 11. April wird Rudi Dutschke von dem jungen Hilfsarbeiter Josef Bachmann mit drei Schüssen
niedergeschossen. Bachmann hatte Kontakte zur rechtsradikalen Szene. Vor allem in der politisch linken
Öffentlichkeit wurde auch eine Mitverantwortung der BILD-Zeitung ausgemacht, die massiv Stimmung
gegen die studentische Protestbewegung machte.
Rudi Dutschke überlebte das Attentat nur knapp und reiste nach den schweren Operationen
zum erholungsaufenthalt in die Schweiz, sowie nach Italien und Großbritannien.
Er musste mühsam das Sprechen wieder erlernen und hatte große bleibende
Schäden davon getragen.
Wegen subversiver Tätigkeiten wird Dutschke bereits zum zweiten Mal aus Großbritannien
ausgewiesen, was ihm auch sein Studion an der Cambridge Universität kostete. Im Jahre 1973
hält er seine erste öffentliche Rede nach dem Anschlag und wird an der FU Berlin zum
Dr. Phil. Promoviert. Das Thema seiner Arbeit: "Zur Differenz des asiatischen und
westeuropäischen Weges zum Sozialismus".
Bis zum 24. Dezember 1979, wo Rudi Dutschke unerwartet an den Spätfolgen des Attentats stirbt,
nimmt er noch an den großen Demonstrationen teil, schreibt für diverse linke
Zeitschriften und arbeitet als Gastdozent an der Universität Groningen in den Niederlanden.
1980 wird sein Sohn Rudi-Marek geboren.
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